
9.6.2018

Wir sind in Finnland eingetroffen. Mit der Fähre fuhren wir 3,5 Stunden von Tallinn nach Helsinki. Gekostet hat der Spaß knapp 100 EUR, fanden wir OK. Auf der Fähre gab es ein großen Shop, aus dem die Finnen literweise Bier gekauft haben (2 Paletten haben wir auch mitgenommen). Zum besseren Abtransport gab es kleine (5 EUR) und größere (10 EUR) Biertrollies in der Bierabteilung gleich mit im Angebot.
In Helsinki angekommen, mussten wir erst einmal quer durch die Hauptstadt fahren, es war superviel los, da es ein Stadtfest gab.
Wir steuerten zunächst den Campingplatz an, der etwas außerhalb liegt. Morgen werden wir die Stadt erkunden. Somit verlassen wir nun den Ein-Land-pro-Tag-Modus wieder...
10.6.2018
Bei strahlendem Sonnenschein und immerhin 18°C sind wir heute in Helsinki gewesen. Die Metrostation ist nicht weit vom Campingplatz entfernt und fährt in ca. 15 Minuten zum Hauptbahnhof.
Von dort liefen wir erstmal zum Market Square.
Das Saunaboot entdeckten wir dann noch am Ende unseres Rundgangs. Wir sind nicht mitgefahren (hatten keine Klamotten dafür mit...)
Helsinki ist offiziel zweisprachig, da etwa 82% der Bevölkerung finnisch und ca. 6% schwedisch spricht. Falls von euch jetzt jemand Lust verspürt, finnisch zu lernen, hier einige Beispiele von dem Merkzettel, den wir vom Campingplatz erhalten haben. Während man schwedisch noch halbwegs verstehen kann, ist man bei finnisch total aufgeschmissen.
Schwedisch: I händelse av brand
Schafft man ohne Google-Translate: Verhalten im Brandfall
Finnisch: Tulipalon sattuessa
Schwedisch: Samlingpunkt ligger bakom receptionen
Sammelpunkt ist bei der... naja, supereinfach
Finnisch: Kokoontumispaikka sijaitsee vastaanoton takana
Lajittelupiste ist die Avfallssortering und Uimaranta der Simstrand.
Parkkipaikka ist der Parkeringsplats, ok, das ist ja noch einfach.
11.6.2018

Jetzt sind wir etwa 200 km nordöstlich von Helsinki, in einem Ort namens Lappeenranta. Bis zur russischen Grenze sind es noch 15 km Luftlinie. Galina, hoffentlich geht das gut ;-)
12.6.2018

Mikkeli ist eine Kleinstadt mit 54.000 Einwohnern inmitter der finnischen Seenplatte.

Übernachten werden wir auf dem Campingplatz in der Nähe von Savonlinna. Am Abend sind wir noch runter zum Uimaranta. (na, Vokabeln gelernt?)
13.6.2018
Die erste Station heute war die Burg von Savonlinna.
Allerdings fanden wir den Eintrittspreis von 10 EUR (p.P.) etwas übertrieben, so dass wir uns die Burg von innen nicht angesehen haben.

Die Kirche von Kerimäki ist die größte aus Holz gebaute Kirche der Welt. Es kursieren Gerüchte, dass die Kirche in Fuß geplant, durch ein Missverständnis aber in Metern gebaut wurde. Das schreibt jedenfalls unser Reiseführer und auch Wikipedia. Vor allem der Innenraum ist wirklich beeindruckend. In ihrem Innenraum finden 5000 Menschen platz.
An diesem Tag sind wir noch weitergefahren auf einen Campingplatz in einem Örtchen das sich Ahmovaara nennt. Nun sind wir schon auf über 63° Nord. Das ist in etwa auf der Höhe von Trondheim in Norwegen, dem nördlichsten Punkt unserer Reise 2010. Noch 3,5 Grad bis zum Polarkreis!
14.6.2018

Heute haben wir eine kleine Wanderung durch den Koli Nationalpark unternommen.
Übernachtung in der Nähe von Vuokatti, 64° Nord!
15.6.2018

Fahrtag: Wir sind nun im Oulanka National Park. 66,3° Nord. Es wird seit einigen Tagen schon nachts nicht mehr dunkel.
Tipp:
Unter der linken Navigation gibt es den Link Route in Google Earth. Dort veröffentlichen wir jeden Tag den aktuellen Verlauf unserer Reise. Installiert Euch
Google Earth auf Eurem PC um die Route anzuzeigen.
16.6.2018
Im Oulanka National Park gibt es einen Wanderweg namens kleine Bärenroute. Diesen Weg sind wir heute gelaufen. Bären haben wir zwar keine gesehen, dafür aber eine Menge anderer spektakuläre, aufregende Dinge. Der Weg selbst ist 12km lang, wir mussten noch 1km vom Campingplatz zum Einstieg laufen.
Es folgen noch ein paar Impressionen des Sonnenuntergangs an dem See, der an unserem Campingplatz gelegen ist...
Die Zeitstempel der Fotos sind nicht gefaked!
17.6.2018
Das letzte Bild entspricht in etwa unserem Eindruck der Helligkeit zu diesem Zeitpunkt.
So, Leute, es ist schon 20 nach eins, draußen wird's schon wieder richtig hell, dringend Zeit in Bett zu gehen.

Vergessen wir das Spiel.
Wir sind nun in Rovaniemi, dort gibt es das Weihnachtsmanndorf, in dem man das ganze Jahr lang den wahrhaftigen Weihnachtsmann begrüßen kann (Foto 30 Euro). Außerdem lief der Polarkreis durch das Dorf, durch die sog. Nutation liegt er derzeit aber 120 Meter weiter nördlich. Jetzt wissen wir aber wenigstens schon, wie er aussehen könnte, der Polarkreis. Auf dem Campingplatz von Rovaniemi haben wir übernachtet.
Wir hatten tatsächlich 25°C. Am Abend konnten wir noch bis halb elf gemütlich vor dem Wohnmobil sitzen.
18.6.2018

Nun sind wir drüber, über den Polarkreis.
Leider schlug heute das tolle Wetter um. Auf unserer Fahrt zum Pallas-Yllästunturi National Park setzte heftiger Derscheibenwischerpacktsnichtmehrregen ein. Es regnete die ganzen 2,5 Stunden, die wir unterwegs waren. Allerdings, als wir im Park ankamen, oh Wunder, schien wieder etwas die Sonne.
Wir brachen sofort zu unserer ersten Wanderung auf, das einigermaßen gute Wetter musste genutzt werden. Also rauf auf den Berg Palkaskero, 705m hoch. Etwa 250 Meter Höhenunterschied waren zu bewältigen.
Die Aussicht war auf dieser Höhe schon toll, leider geben die Fotos die Tiefe der Landschaft nicht wirklich wieder. Und dann... ... wurd's wolkig.
Die Sichtweite beschränkte sich auf etwa 25 Meter, sehr wenig, wie wir fanden.
Als wir im Wohnmobil ankamen, verzogen sich die Wolken, war ja klar. Nach einer Stunde beschlossen wir, nochmal hochzulatschen.
Kurz nachdem wir von unserer 2. Tour zurück waren, fing es wieder an zu regnen.
19.6.2018
So muss das!
Der nächste Morgen brachte einen fast wolkenlosen Himmel.
Also rauf auf den Taivaskero, 809 Meter hoch. (Haben wir schon erwähnt, dass wir unsere Wanderstiefel zu Hause vergessen haben? Und Eva ihre Regenjacke? Das nächste Mal machen wir 'ne Packliste.)
Zunächst aber gab es erstmal eine Straßensperrung.
Unsere nächste Station sollte das Örtchen Inari am Inarisee sein. Der kürzere Weg dorthin führt über die 955. Als wir einbogen, zeigte das Navi "165km auf 955 bleiben". Nach einigen Kilometern fing dann kelirikko an, was laut Reiseführer soviel wie "schlechte Wegstrecke" heißt: Finnen verstehen darunter Schotterpiste. Anfangs war sie so schlecht, dass wir nur 30 fuhren. Später wurde es besser, 60 km/h waren schon drin. Die Befürchtung, dass kelirikko bis Inari geht, bestätigte sich nicht. Die letzten 100 Kilometer waren dann wieder asphaltiert.
Rentiere scheinen sich als gleichwertige Teilnehmer des Straßenverkehrs zu sehen, jedenfalls mussten wir während wir in Nord-Finnland waren, mehrere Male bremsen oder anhalten und warten, bis die Tiere die Straße wieder verlassen hatten.
20.6.2018
Am Morgen machten wir uns auf den Weg gen Norwegen. Die 971 von Inari nach Kirkenes ist eine verlassene Straße vorbei an den wunderschönen Seen Lapplands.
Und während die Drohne die schöne Landschaft filmte, fährt da auf einmal so'n Schenker Laster durch's Bild...
Das ist das letzte Bild in Finnland. Hinter dem Gitterrost, das die Rentiere am illegalen Grenzübertritt hindern soll, liegt bereits Norwegen. Wir vermuteten, dass das Rost deshalb dort angebracht wurde, da Rentiere keine Nummernschilder haben. Wir jedenfalls wurden mit auf finnischer und auf norwegischer Seite angebrachten Kameras geknipst.
Bitte umblättern.
Letzte Aktualisierung: 23.06.2024
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