
25.-27.09.2006
250 Kilometer betrug die Länge unserer heutigen Etappe. Wir fuhren von Helmeringhausen über den C13 und den B4 durchaus durch Aus nach Lüderitz.
(Eigentlich an "Aus" vorbei, die Siedlung haben wir uns nicht angesehen.)
Auf dem B4 kann man nicht schneller als 80 fahren, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Die Strauße kann man natürlich nicht übersehen. Aber tausende kleine Vögel (wir haben sie Suizide-Birds genannt) lassen sich auf dem warmen Asphalt nieder und fliegen erst weg, wenn man sie schon fast überfahren hat. Bei Tempo 100 schaffen sie es meist nicht mehr.
Wir fuhren nun schon recht lang am Diamanten Sperrbezirk vorbei. Das Gebiet reicht von Lüderitz im Norden bis Oranjemund an der Grenze zu Südafrika im Süden. Es reicht etwa 150 Kilometer ins Landesinnere. Noch heute werden hier Diamanten abgebaut. Begonnen hat der Rausch um 1908 in Kolmanskop.
Es wurde immer windiger, je näher wir nach Lüderitz kamen.
Um 12 Uhr kamen wir im Nest Hotel Lüderitz an. Beim Betreten des Zimmer war der erste Eindruck: "Ganz OK". Der zweite, nachdem wir den kleinen Balkon gesehen hatten: "Wow". Wir hatten einen phantastischen Ausblick auf das Meer, welches direkt unter dem Balkon plätscherte.
Tipp:
So schön unser Zimmer auch war, können wir das Nest Hotel nicht unbedingt weiterempfehlen. Das Personal war nicht gerade freundlich, beim Frühstück war es fast schon zuviel, einen Kaffee zu bestellen. Beim Abendessen wurden einem der Teller beinahe schon weggenommen, bevor man aufgegessen hatte. Auch hat uns das Essen nicht besonders geschmeckt.
Unser erster Eindruck von Lüderitz war folgender: Lüderitz ist teilweise sehr schön und teilweise sehr hässlich. Auf dem Weg zum Hotel tauchten links und rechts bunt angestrichene Kolonialhäuser auf, und alte verfallende Lagerhäuser. Nach einer kurzen Pause liefen wir etwa den halben Kilometer vom Hotel in die Stadt.
Die 500 Meter hätten wir besser mit dem Auto fahren sollen. Der Wind wehte stark, wir kamen uns vor, als würden wir gesandstrahlt.
Leider war der aufgewirbelte Sand wirklich sehr störend. Man konnte kaum die Augen richtig öffnen, Christoph hielt die "einzig" verbliebene Kamera unter der Jacke verborgen.
Den Rundgang erledigten wir im Schnelldurchgang. Auf dem Rückweg zum Hotel hatten wir auch noch Gegenwind. Da half teilweise nur, die Augen beim Laufen zu schließen und rückwärts zu gehen.
Letzte Aktualisierung: 23.06.2024
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